Kinder haben ein Recht auf ausreichende Versorgung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Bildung.

Auch das steht in der UN-Kinderrechtskonvention.

Vernachlässigung bedeutet, dass Kindern die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse vorenthalten wird.

Das kann sich auf körperliche Bedürfnisse beziehen, wie Nahrung, Kleidung und/oder medizinische Versorgung, oder auf emotionale Bedürfnisse, wie soziale Kontakte, Bildung, Schutz vor Gefahren, Fürsorge und Beziehungen.

Schätzungen zufolge sind in Deutschland etwa fünf bis zehn Prozent aller Kinder, davon 250.000 - 500.000 der unter Siebenjährigen, von Vernachlässigung betroffen, 50.000 von ihnen "in erheblichem Maße".

Die Ursachen sind vielfältig: Überforderung der Eltern, Armut, Mangel an erzieherischer Kompetenz - aber auch die fehlende Unterstützung durch das soziale Umfeld spielen eine wichtige Rolle.

Es bedarf dringend der gemeinsamen Bemühungen und der Vernetzung vieler Institutionen und Einrichtungen, um Kinder vor Vernachlässigung zu schützen.

Sichere Gemeinden können Teil eines solchen Netzwerkes sein!